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Ella Lindemann Oloff Chorweiler Ausstellung Das Dorf der hohen Häuser Kulturkirche Ost Köln GAG
Ella, Lindemann, Oloff
25. Oktober 2019

Else & Sven Carstensen – Multivisionsshow

“Die Welt ist wunderschön – und man muss etwas dafür tun, dass sie es auch bleibt”
Die Fotografen Elke und Sven Carstensen haben den Grand Canyon durchwandert – und atemberaubende Bilder von ihrer fast vierwöchigen Reise durch den Westen der USA mitgebracht. In unserer KULTURKIRCHE OST zeigte das Paar aus Kerpen die schönsten Fotos der Reise. Die Multivisionsschow ist Teil der Ausstellung „Panoramen der Welt – Nature XXL“ mit 36 großformatigen Landschaftspanoramen.

Öffnungszeiten der Ausstellung: 28. September 2019 von 16 bis 19 Uhr, 18. Oktober von 17 bis 20 Uhr und 19. Oktober von 16 bis 19 Uhr.

Eintritt: frei

Es kann ziemlich langweilig werden, wenn Freunde ihre Urlaubsbilder zeigen, und jede Mahlzeit aus allen Perspektive zur ewigen Erinnerung fotografisch präsentieren. Die Fotos, die Else und Sven Carstensen auf ihren Reisen machen, zeigen kein Essen und sind alles, nur nicht langweilig. Das Paar aus Kerpen knipst auch nicht mit dem Handy, sondern reist mit schweren Spiegelreflex-und Systemkameras. “Wobei die Kameras nicht das Entscheidende sind, sondern der Blick”, sagt Sven Carstensen. Auf ihrer Reise durch den Westen der USA haben sie 10.000 Mal auf die Auslöser ihrer Kameras gedrückt – die 1.000 besten Fotos haben sie nun in einer Multivisionsschau in der Kulturkirche Ost gezeigt: “Zu Fuß durch den Grand Canyon und andere spektakuläre Wanderwege im Westen der USA”.

else carstensen sven carstensen Kulturkirche Ost Köln GAG

Die Bilder zeigen Landschaftspanoramen des Canyons, der eine der größten Schluchten der Welt ist. Sie zeigen aber auch interessante Detailaufnahmen, bizarre Wurzeln von Bäumen etwa, die auf den nackten Felsen wachsen, leuchtende Blüten auf Kakteen – oder Nahaufnahmen von Streifenhörnchen, die so neugierig sind, dass sie ohne Angst sogar die Rucksäcke der Wanderer durchkramen. Else Carstensen erzählt, dass einer der Nager an ihrer Wasserflasche gekratzt habe. Ein Video zeigt, wie sie dem Streifenhörnchen die Flasche hinhält, und das Tierchen sie mit beiden Vorderfüßen festhält, um zu trinken.

Die Tiere sind an die Menschen gewöhnt, mehr als fünf Millionen besuchen den Grand-Canyon-Nationalpark jedes Jahr, viele Filme und Western wurden hier gedreht. “Wir haben die Pferde der Indianer gesehen, die wirkten, als hätte man sie beim letzten Western-Dreh vergessen”, sagt Else Carstensen. Ihre Bilder zeigen die schönen Tiere mit dem gefleckten Fell und der langen Mähne beim entspannten Grasen.

Musik und Bilder nehmen die Zuschauer mit auf die Reise

Else und Sven Carstensen, 51 und 54 Jahre alt, haben vorab auf etlichen Wanderungen für die Reise in die berühmte Schlucht im US-Bundesstaat Arizona trainiert. Mit Mietwagen und Zelt näherten sie sich ihrem Reise-Highlight, dem Grand Canyon, über Wanderungen in verschiedenen Nationalparks wie dem Arches National Park mit seinen außergewöhnlichen Felsbögen und dem Canyonlands National Park.

Die Multivisionsshow nimmt die Zuschauer mit auf diese Reise: Die Felsen leuchten in der Abendsonne orangerot, unten am Grand Canyon fließt der Colorado River, das Wasser hat Millionen Jahre gebraucht, um das Gestein nach und nach abzutragen und in die 450 Kilometer lange Schlucht zu verwandeln, die der Canyon heute ist. Musik von Henry Mancini, Whitney Houston und Art Garfunkel untermalen die Bilderschau.

Zum Ende der Wanderung geht es bergauf

Die Reise schenkte Sven Carstensen seiner Frau zum 50. Geburtstag. Weil das Paar beim Auslosen der wenigen Übernachtungsplätze im Grand Canyon kein Glück hatte, fasste es den Entschluss, die Schlucht an einem Tag zu durchwandern – ohne Zwischenübernachtung. “Der Wecker klingelte um 3.30 Uhr”, erzählt Else Carstensen. Ihre Bilder zeigen, was sie und ihr Mann auf dem South Kaibab Trail in ihren Rucksäcken hatten: Neben Bananen und Energieriegeln nahmen sie vor allem Wasser mit, je vier Liter – und die schweren Kameras. 22 Kilometer galt es zu wandern, Hunderte Höhenmeter zu bezwingen, am Ende zeigen die Fotos zwei glückliche Menschen, die nach 14 Stunden ihr Ziel erreicht hatten.

Anders als beim Wandern in den Bergen geht es im Grand Canyon am Ende der Wanderung nicht bergab, sondern bergauf. “Das muss man wissen, sonst müssen einen am Ende die Ranger abholen, weil man kein Wasser mehr hat oder die Strecke unterschätzt hat”, sagt Sven Carstensen. Er will mit seinen Bildern vor allem eins zeigen: “Die Welt ist wunderschön. Und man muss etwas dafür tun, dass sie es auch bleibt.”

Schon im November verreist das Paar wieder, diesmal geht es nach Indien. Wir freuen uns schon auf die neuen Bilder!

else carstensen sven carstensen Kulturkirche Ost Köln GAG

Zur Website des Ehepaars Carstensen

 

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