ErSchöpfungsgeschichte

Fingerhut trifft Fletcher in der Kulturkirche Ost in Köln
Ausstellung: “Was soll das?” Dr. Fingerhut trifft Butcher Fletcher
27. Oktober 2020

ErSchöpfungsgeschichte

ErSchöpfungsgeschichte: Ausstellung in der KULTURKIRCHE OST in Köln
Online-Kunstausstellung “ErSchöpfungsgeschichte” mit:

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Die Ausstellung “ErSchöpfungsgeschichte” feierte ihre Eröffnung am 30. Oktober 2020. Aufgrund der Einschränkungen durch Covid-19 konnte unsere KULTURKIRCHE OST lediglich am 31. Oktober und am 1. November Besucher zulassen. Wir setzen die Ausstellung deshalb online fort.

Die eindrucksvolle Musik zur Vernissage kam vom Cellisten Roger Morelló Ros. Er spielte Solo-Stücke von Rain Worthington (1949*) und Gaspar Cassadó (1897-1966). Der aus Katalonien stammende Musiker studiert zurzeit an der Musikhochschule Köln bei Maria Kliegel.

"ErSchöpfungsgeschichte": Roger Morelló Ros

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Zur “ErSchöpfungsgeschichte”

Die Schöpfungsgeschichte der Genesis beschreibt, wie Gott in sechs Tagen eine lebensfreundliche Erde gestaltet und nach und nach Himmel, Wasser, Erde, Licht, Gestirne, Vegetation, Tiere und schließlich den Menschen erschafft. Zuletzt verkündet Gott, der Mensch solle sich fortpflanzen und sich die Erde untertan machen. Genau das tut der Mensch seither – mit unermesslicher Zerstörung und in unerschöpflicher Gier. Die Natur, wie wir sie kennen, ist existentiell bedroht – sie steht nachweislich und deutlich spürbar am Rand der völligen Erschöpfung.

Kunstschaffende fühlen sich der Natur artverwandt – denn sie sind per se Schaffende, Schöpfende, Macher. Dennoch können sie gegen die Klimakrise nur das tun, was sie als Künstler tun können. Sie haben eigene Erschöpfungs- und Ohnmachtsgefühle und sie spüren die Zukunftsängste der anderen. Jedoch – und das ist der Unterschied – sie verarbeiten ihre Wahrnehmungen: mit den Mitteln der Kunst. Künstler sind ein Spiegel der Gesellschaft und – wie alle Menschen – sind sie von Natur aus schöpferisch.

Die sechs Kunstschaffenden der Ausstellung ErSchöpfungsgeschichte wollen jeweils mit ihren Ausdrucksmitteln – den Mitteln der Kunst – für diese verschiedenen Symptome, Facetten und Potentiale der Erschöpfung sensibilisieren. Mehr noch: sie wollen die Rezipienten inspirieren: zum Einfühlen und Umdenken – zum Mitgestalten der Welt mit ihren Mitteln.

 


Christiane Klapdor

 
Christiane Klapdor ist Grafikerin und damit Entdeckerin und Erfinderin von Strukturen. In ihrer Druckgrafik und in der Acrylmalerei schafft sie abstrakte Gletscher – in immer wieder neuen Varianten. So lässt sie den Betrachter an ihrer Inspiration teilhaben: an der verschwenderischen Vielfalt von Naturphänomenen. Ihre Druckgrafiken und ihre Acryl-Gemälde im Rahmen der “ErSchöpfungsgeschichte” beschäftigten sich mit dem Phänomen des Gletscherschwunds, das mit der zunehmenden Erderwärmung einher geht.
 

"ErSchöpfungsgeschichte": Christiane Klapdor

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Beatrix Rey

 
Beatrix Rey zeichnet ein ähnlich warnendes Bild von der Realität wie Christiane Klapdor. Unermüdlich schöpft sie aus dem drängenden Problem der Naturzerstörung. Gegen die Verschmutzung der Weltmeere sammelt sie unter anderem Plastikmüll am Ufer des Rheins. Diese Fundstücke setzt sie neu zusammen – zu neuen künstlich-künstlerischen Geschöpfen.
 

ErSchöpfungsgeschichte: Beatrix Rey

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Antje Schlenker-Kortum

 
Antje Schlenker-Kortum erhebt gar den Rezipienten selbst zum Künstler: In ihren Installationen “Der Betrachter macht die Kunst” zeigt sie Reproduktionen eines “Kunstbetrachters” – Subjekte, die sich in verschiedenen Installationen selbst hinterfragen wie zum Beispiel in der Installation “halb voll”: eine Betrachtergruppe, die hilflos im Dekoglas eingesperrt ist, während ihr das Wasser bis zum Hals steht.
 

ErSchöpfungsgeschichte Antje Schlenker Kortum

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Rosemarie Steinbach-Fuß

 
Rosemarie Steinbach-Fuß schöpft aus dem Vergleich von natürlich gewachsenen, gottgeschaffenen mit menschgemachten Schöpfungsprozessen. Außerdem beschäftigt sie sich mit der Frau als Schöpfung und Schöpferin – aus Sicht der Kulturgeschichte.
 

"ErSchöpfungsgeschichte": Rosemarie Steinbach-Fuß

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Ellen Zang

 
Ellen Zang malt die Erschöpfung ins Hier und Jetzt: Sie setzt sich kritisch mit der Rolle als Frau und Mutter auseinander. In ihrer Malerei verarbeitet die Künstlerin Zukunftsängste wie Krieg und Umweltzerstörung. Sie präsentiert – beinahe erschreckend – gegenständliche Malerei in dystopischen Szenarien.
 

"ErSchöfpungsgeschichte": Ellen Zang

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Wolfgang Buyna

 
Wolfgang Buyna sieht die Schönheit der Schöpfung im Weltbild der Mathematik, die versucht – ebenso wie die Kunst – die Natur zu studieren und abzubilden. Seine abstrakte und informelle Malerei verbindet die Welt der Farben mit der Welt der Zahlen – minimalistisch schichtend und experimentell kontrastierend.
 

"ErSchöpfungsgeschichte": Wolfgang Buyna

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